Croissants

Wuoaaar ihr allerliebsten Menschen, ich habe Croissants gemacht.

Und  – ja, ich muss mich an dieser Stelle arg selber loben – die sind ganz unfassbar fantastisch geworden. Also wirklich unglaublich gut. Und ich war sooo aufgeregt, als ich sie in den Ofen geschoben habe. Ich saß während des Backvorgangs die ganze Zeit wie ein Kleinkind vor dem Ofen und habe alles genau beobachtet. Das passiert mir übrigens häufiger mal.

Aber mal von Anfang an. Ich habe mir vor Kurzem mal wieder ein neues Backbuch zugelegt: „Französisch Backen“ von Aurélie Bastian. Ich achte bei Backbüchern eigentlich nie darauf, ob sie vegane Rezepte beinhalten, sondern nur darauf ob die Rezepte mich ansprechen. Vieles kann man ja ohne große Probleme selber veganisieren und falls das mal nicht gut klappt hat man wenigstens eine schöne Inspiration für das nachste Backprojekt. Und in diesem Fall hat mein neues Backbuch so viele tolle und ansprechende Rezepte, dass ich gar nicht wusste womit ich anfangen sollte. Aber irgendwo in meinem Kopf war mir eigentlich schon klar, dass ich gerne die Croissants ausprobieren möchte. Allerdings wusste ich auch, dass das bestimmt einiges an Zeit in Anspuch nehmen würde, denn Croissants sind zwar nicht so wahnsinnig kompliziert, aber eben leider – durch die langen Kühlzeiten zwischendurch – ziehmlich zeitaufwändig. Die Antwort auf die Frage ob und wann ich die Croissants machen würde hat mein Freund mir dann unfreiwillig gegeben. Er ist Sonntags in den Morgenstunden nach Hause gekommen und schlafen gegangen – ich bin dabei wach geworden und aufgestanden. Erst war ich nicht so sehr begeistert, da ich jetzt einige Zeit totschlagen musste, aber dann dachte ich mir es wäre die ideale Gelegenheit mich an meinen ersten Croissantversuch zu wagen. Das Rezept im Buch musste ich wirklich nur ein klein wenig verändern. Butter habe ich durch Alsan ersetzt, statt Ei und Milch habe ich Sojacuisine zum bepinseln der Croissants verwendet und aus Mangel an frischer Hefe habe ich Trockenhefe benutzt. Das wars auch schon.

Ich hoffe ich kann euch die Herstellung von Croissants hier einigermaßen verständlich beschreiben, damit ihr demnächst auch zum späten Sonntagsfrühstück ganz frische, noch warme Croissants genießen könnt.

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren und Nachbacken!


Croissants ca. 8-10 Stück

500 g Weizenmehl

60 g Zucker

1 TL Salz

10 g Trockenhefe

300 ml Wasser

250 g vegane Margarine/Butter (ich habe Alsan verwendet, da sie relativ fest ist)

etwas Sojacuisine zum bestreichen

Aus Mehl, Zucker, Salz, Wasser und Trockenhefe knetet ihr einen geschmeidigen Hefeteig. Er sollte schön weich sein, aber nicht mehr an den Händen kleben bleiben. Tut er das doch, gebt noch etwas Mehl hinzu. Deckt den Hefeteig mit einem sauberen Tuch ab und lasst ihn für eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen. So kann der Teig sich entspannen und lässt sich anschließend besser ausrollen.

Legt die vegane Margarine/Butter zwischen zwei Lagen Backpapier und rollt sie zu einem dünnen Quadrat von ca. 20*20 cm aus. Legt die Platte für mindestens zwanzig Minuten in den Kühlschrank.

Rollt nun den Hefeteig auf der bemehlten Arbeitsfläche auf eine Größe von ca. 20*40 cm aus. Also genau so breit und doppelt so lang wie die Butterplatte. Diese legt ihr nun auf die obere Seite des Hefeteiges, schlagt die andere Hälfte des Teiges darüber und drück die Kanten gut fest, sodass eure Butterplatte nun komplett im Hefeteig eingeschlossen ist.

Jetzt wird der Teig mehrmals „getourt“, das bedeutet er wird zusammengefaltet, damit später viele einzelne Teig- und Fettschichten entstehen, wodurch die Croissants so herrlich blättrig werden.

Rollt den Hefeteig auf der Arbeitsfläche aus, sodass ein langes Rechteck entsteht. Nun klappt ihr die eine Seite zur Mitte, fegt das überschüssige Mehl mit den Händen ab und klappt auch die andere Seite zur Mitte, sodass jetzt drei Teigschichten übereinander liegen.

Drückt mit dem Finger in die untere rechte Ecke einen Punkt (für die erste Tour), damit ihr später noch genau wisst wie der Teig zuletzt auf der Arbeitsfläche gelegen hat. Schlagt den Teig nun locker in das zuvor für die Butter verwendete Backpapier und legt ihn für ca. 40 Minuten in den Kühlschrank. Nach der Kühlzeit legt ihr den Teig nun wieder genau so wie zuvor auf die Arbeitsfläche, dreht ihn um 90 Grad (der eingedrückte Punkt liegt jetzt nicht mehr unten rechts, sondern unten links) und gebt ihm die zweite Tour. Das funktioniert genauso wie beim ersten Mal, nur dass ihr jetzt zwei Punkte unten rechts in den Teig drückt wenn ihr ihn gefaltet habt. Insgesamt bekommt der Teig vier Touren, nach jeder Tour muss er ungefähr 40 Minuten gekühlt werden. Zusammengefasst bedeutet das:

-Erste Tour

-Kühlen

-Zweite Tour

-Kühlen

-Dritte Tour

-Kühlen

-Vierte Tour

-Kühlen

Nach dem letzten Kühlen ist der Teig nun bereit um zu Croissants weiterverarbeitet zu werden. Dazu rollt ihr ihn wieder zu einem langen Rechteck aus und schneidet in zu Dreiecken. Je länger die Dreiecke sind (also abhängig davon wie breit euer Rechteck ist), desto dicker werden eure Croissants später. Macht einen kleinen Schnitt in die Unterseite des Dreiecks und rollt die Croissants von dieser Seite her auf.

Setzt die Croissants mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech, deckt sie mit einem Tuch ab und lasst sie 20 Minuten lang gehen. Anschließend pinselt ihr sie vorsichtig mit etwas Sojacuisine ab.

Die Croissants werden im vorgeheizten Ofen bei 190°C Umluft für ca. 20 – 25 Minuten gebacken bis sie goldbraun sind.

Und tadaaaa, „schon“ sind eure Croissants fertig. Es nimmt zwar wirklich etwas Zeit in Anspruch, aber glaub mir: es lont sich!

2 thoughts on “Croissants

    1. Hey, habs grad schon auf Facebook entdeckt und mich wahnsinnig gefreut 🙂 schön, dass sie so super gelungen sind. Und danke für den lieben Kommentar!

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